Eynatten

Eynatten

Durch die Nennung des Heldricus von Einatten in einer Urkunde aus dem Jahre 1213 taucht der Ortsname Eynatten erstmals auf. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Burg der Ritter von Eynatten damals bereits bestand. Nachweislich war sie bis 1330 ein freies Gut, das nicht dem Aachener Münsterstift unterstand. Die ursprüngliche Burg zerfiel und ist vollständig verschwunden.

 

Zu den ältesten Gebäuden im Eynattener Dorfzentrum, an der Eupener Straße, gehören das Haus Smets“ (1658) und das Gut Leuff, welches dem Haus Smets angegliedert war. Die „Aktienstraße“ verbindet seit 1828 Eupen und Aachen auf dem kürzesten Weg. Eine Straßenbahn verkehrte von 1906 bis 1951 und beim Bau der Autobahn Antwerpen-Köln erhielt Eynatten 1964 eine Autobahnabfahrt und Auffahrt. Dadurch entstand ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt, der einen wesentlichen Einfluss auf die Bevölkerungsentwicklung hatte und Handel, Gewerbe und Industrie neue Perspektiven eröffnete.

An der Lichtenbuscher Straße befindet sich das Haus Lamberts aus dem 18. Jahrhundert. Das Herrenhaus wurde im Jahr 1734 erbaut und trägt im Volksmund den Namen „Alcazar“ (= span. Burg, Schloß). Sehenswert sind vor allem die Gliederung der Fassade und die drei ovalen, übereinander liegenden Fensteröffnungen.

Die Eynattener Pfarrkirche ist St. Johannes der Täufer gewidmet. Es wird davon ausgegangen, dass der Burgherr Ende des 12. Jahrhunderts für sich, seine Familie und Schutzbefohlenen eine Kapelle errichten ließ, die um 1440 durch eine größere Kirche ersetzt wurde. Im Jahre 1467 stattete man die Kirche mit zwei Glocken aus, wovon die sogenannte Marienglocke heute noch vorhanden ist und geläutet wird. In den Jahren 1707-1711 wurde die baufällige alte Kirche abgerissen und neu errichtet. Der Bau des Glockenturms erfolgte in den Jahren 1733-1736. Im Jahre 1950 wurden Sakristei und Chor der Kirche bei einem Brand schwer beschädigt. 1954 wurde die erweiterte Kirche in ihrer heutigen Größe wieder eingeweiht.

Zu Eynatten gehören auch die Ortsteile Berlotte und Lichtenbusch. Mitten im Ortskern von Berlotte, an der vermutlichen Römerstraße „Kinkebahn“, liegt die kleine Kapelle zu Ehren der Heiligen Familie, im Volksmund Brigida-Kapelle“ genannt. Basierend auf einer Schenkung aus dem Jahr 1695

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